Swiss Market Pulse — KW 18/2026 (27.04.2026 – 03.05.2026)
Datenbasierte Marktanalyse von Aptis — 2’935 SOGC-Einträge, 2’650 Unternehmen
Swiss Market Pulse — KW 18/2026
27. April bis 3. Mai 2026
Basierend auf 2’935 SOGC-Einträgen, 2’650 betroffenen Unternehmen
Woche auf einen Blick
Zürich hat diese Woche statistisch aus dem Rahmen gefallen — und zwar in alle Richtungen gleichzeitig. Mit 157 Neugründungen und exakt 157 Liquidationen (beide Werte rund 3.5 Standardabweichungen über dem Durchschnitt) zeigt der Kanton eine ungewöhnliche Intensität: nicht Wachstum oder Rückgang, sondern strukturellen Umbau in hoher Geschwindigkeit. Parallel dazu dominiert eine einzige Transaktion die nationalen Kapitalflüsse — die Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken erhöhte ihr Kapital um 2.825 Milliarden Franken, ein Signal für bedeutende Refinanzierungsaktivität im Schweizer Hypothekarmarkt, das mit dem markant gestiegenen Zinsniveau der letzten Monate zusammenfällt. Dazu kommt ein Fusionsvolumen, das deutlich über dem historischen Schnitt liegt: 45 Transaktionen in einer einzigen Woche, davon allein 14 in Zürich (2.9σ) und 7 in Zug.
Kapitalflüsse
Die Woche wird von einem einzigen Eintrag geprägt, der alle anderen in den Schatten stellt: Die Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken AG (ZH) erhöhte ihr Kapital um 2.825 Milliarden Franken. Die Pfandbriefzentrale ist das zentrale Refinanzierungsvehikel der Schweizer Kantonalbanken für gedeckte Hypothekaranleihen. Eine Kapitalerhöhung in dieser Grössenordnung deutet auf erhöhten Refinanzierungsbedarf hin — und dieser lässt sich direkt mit dem aktuellen Zinsumfeld verknüpfen: Die 10-jährige Bundesobligation rentierte zuletzt mit 0.378 Prozent, ein Anstieg von knapp 16 Prozent innerhalb von drei Monaten. Steigende Langfristzinsen erhöhen den Druck auf die Refinanzierungsstrukturen im Hypothekarmarkt. Wer im Immobilienbereich tätig ist, sollte diese Entwicklung im Auge behalten.
Unterhalb dieser Ausreisser-Transaktion zeigt sich ein erfreulich breites Finanzierungsumfeld für Technologie- und Wissenschaftsunternehmen:
SIC invent AG (Basel-Stadt, CHF 14.5 Mio.) ist im Bereich Zahlungsinfrastruktur tätig und gehört zum SIC-Ökosystem (Swiss Interbank Clearing). Die Kapitalerhöhung signalisiert Investitionen in die Infrastruktur des Schweizer Zahlungsverkehrs — relevant für alle Unternehmen, die auf zuverlässige Zahlungssysteme angewiesen sind.
SGS SA (Zug, CHF 8.0 Mio.) — der globale Prüf- und Zertifizierungskonzern — erhöhte sein Kapital im Rahmen üblicher Strukturmassnahmen. Bei einem Unternehmen dieser Grösse handelt es sich wahrscheinlich um eine technische Kapitalbereinigung, nicht um eine strategische Kapitalzufuhr.
Interessanter ist die Häufung von Risikokapital-nahen Transaktionen im kleineren Segment:
- CelsiusPro AG (ZH, CHF 1.95 Mio.) — Parametrische Versicherungen gegen Wetterrisiken, ein wachsender Markt im Kontext des Klimawandels.
- Cytosurge AG (ZH, CHF 1.69 Mio.) — Präzisions-Biotech für Einzelzell-Manipulation, Spinoff der ETH Zürich.
- Findependent AG (AG, CHF 1.22 Mio.) — Digitaler Vermögensverwalter für Kleinanleger, weiterhin in Wachstumsmodus.
- RhyGaze AG (BS, CHF 975’000) — Augenheilkunde-Diagnostik, Basler Medtech-Ökosystem.
- NEMIS TECHNOLOGIES AG (ZH, CHF 813’000) — Umweltanalytik, Nachweistechnologien für Schadstoffe.
- Pneumatit AG (BL, CHF 1.11 Mio.) — Pneumatische Systeme, industriell.
- Weinbauzentrum Wädenswil AG (ZH, CHF 981’000) — Forschungs- und Kompetenzzentrum für Weinbau, die Kapitalerhöhung deutet auf Investitionen in Infrastruktur oder Forschungsprogramme hin.
Gesamtbild: Abseits der Pfandbriefzentrale zeigt sich ein vitales Finanzierungsumfeld für Deep-Tech und Medtech, mit einer auffälligen Konzentration in den Kantonen Zürich und Basel-Stadt.
Kapitalherabsetzungen erzählen eine andere Geschichte: Die Swiss Education Group Holding AG (Zug) reduzierte ihr Kapital um knapp 50 Millionen Franken — die mit Abstand grösste Herabsetzung der Woche. Die Swiss Education Group betreibt private Hotelfachschulen und ist im internationalen Bildungsmarkt tätig. Eine Herabsetzung in dieser Grössenordnung kann verschiedene Ursachen haben: Kapitalrückführung an Aktionäre, Verlustabdeckung, oder Vorbereitung einer Restrukturierung. Angesichts des anhaltenden Drucks auf private Bildungsanbieter nach der Pandemie und bei steigenden Zinskosten ist diese Transaktion ein Signal, das Beobachtung verdient. Die Hexagon Group AG (ZG, CHF 3.88 Mio.) reduzierte ebenfalls ihr Kapital — Hexagon ist im Bereich Messtechnik und industrieller Software tätig.
Gründungsklima
827 Neugründungen in einer Woche — das ist ein hohes Volumen. Zürich dominiert mit 157 Gründungen (3.8σ über dem Durchschnitt von 33.1), was mehr als das Vierfache des Mittelwerts entspricht. Dieser Wert ist statistisch aussergewöhnlich und deutet nicht auf eine Messungenauigkeit hin, sondern auf konzentrierte Aktivität: mögliche Saisonalität, administrative Aufholeffekte nach Feiertagen, oder ein strukturell erhöhtes Gründungsinteresse in der Metropolregion.
Aufschlussreicher als die absoluten Zahlen ist jedoch der Vitalitätsindex — das Verhältnis von Neugründungen zu Liquidationen pro Kanton. Werte über 1.0 bedeuten Nettozuwachs, Werte darunter strukturellen Rückgang.
Die stärksten Wachstumskantone in KW 18:
- Fribourg (FR): 2.64 — mit 37 Gründungen auf nur 14 Liquidationen zeigt der bilinguale Kanton die stärkste Vitalität unter den Kantonen mit substanziellem Volumen. Fribourg profitiert von seiner Lage zwischen den Sprachregionen, einer stabilen Agrarwirtschaft und wachsenden Technologieclustern rund um die Universität.
- Basel-Landschaft (BL): 1.57 — bemerkenswert, und im Einklang mit dem stärksten KOF-Aufwärtstrend dieser Woche (dazu im Makro-Abschnitt mehr).
- Schwyz (SZ): 1.69 — ein Kanton, der traditionell von seiner Steuerpolitik profitiert und weiterhin Unternehmensgründungen anzieht.
- Basel-Stadt (BS): 1.77 — das pharmazeutische und biotech-freundliche Umfeld trägt weiterhin Früchte.
Besorgniserregender ist die Situation in grösseren Kantonen:
- Zug (ZG): 0.77 — 55 Gründungen stehen 71 Liquidationen gegenüber. Nettorückgang in einem Kanton, der üblicherweise als Wachstumsstandort gilt. Interessanterweise zeigt ZG gleichzeitig die höchste Kapitalaktivität und aussergewöhnlich viele Organänderungen — ein Muster, das auf Konsolidierung und Umstrukturierung etablierter Unternehmen hindeutet, weniger auf Neugründungsimpuls.
- Wallis (VS): 0.61 — nur 40 Gründungen bei 66 Liquidationen ist ein auffälliger Wert für einen Kanton mit relativ stabiler Tourismus- und Landwirtschaftsbasis.
- Waadt (VD): 0.70 — 65 Gründungen versus 93 Liquidationen, trotz der Nestlé-Fusionsaktivität diese Woche.
Zürich selbst steht bei exakt 1.0 — symbolisch für den Umbruch: alles, was hereinkommt, geht auch wieder raus. Ein Markt im strukturellen Wandel, nicht im Wachstum.
Makro-Kontext
Der KOF Job-Tracker zeigt auf nationaler Ebene eine minimale Abschwächung: Der Median liegt bei 136.0, minus 0.18 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist kein Alarmsignal — die Arbeitsnachfrage bleibt auf historisch hohem Niveau — aber der Trend zeigt leicht nach unten.
Interessant sind die regionalen Divergenzen:
Auf der Gewinnerseite steht Schaffhausen mit einem Aufwärtstrend von +7.85 Prozent gegenüber dem Vormonat — die stärkste Dynamik im Land. Schaffhausen ist Industriestandort (Georg Fischer, Meier Tobler, Specialised Bicycle), und die Arbeitsnachfrage dort signalisiert, dass die Industrie regional Kapazitäten aufbaut. Bern (+2.37%) und Basel-Landschaft (+1.60%) folgen, wobei BL mit dem zweithöchsten absoluten Indexwert (221.3) strukturell eine der arbeitsnachfrageintensivsten Regionen der Schweiz ist.
Solothurn (+0.69%) setzt seinen moderaten Wachstumskurs fort — ebenfalls ein Industrie- und Logistikkanton.
Auf der Schwächerseite: Luzern (-2.41%) und Genf (-1.71%) verlieren an Fahrt. Luzern überrascht leicht, denn der absolute Indexwert (184.1) ist immer noch hoch — die Abschwächung ist relativ, nicht absolut. Genf zeigt ein konsistenteres Bild: Die Metropole, die von internationalem Handel und NGO-Aktivität lebt, spürt möglicherweise den Rückgang globaler Organisationsbudgets oder eine Verlangsamung im Finanzsektor. Appenzell Innerrhoden (-3.47%) und Obwalden (-3.69%) sind in absoluten Zahlen klein, aber der Rückgang ist prozentual erheblich.
Die Devisensituation: Der Franken hat sich gegenüber dem Euro leicht gefestigt (EUR/CHF 0.9091, -0.54% gegenüber Vormonat) — kein dramatischer Sprung, aber anhaltender Aufwertungsdruck. Gegenüber dem Dollar verlor der Franken hingegen leicht (USD/CHF 0.7868, +1.82% Vormonat). Für Exporteure mit USD-Erlösen ist das marginale Entspannung; für diejenigen, die primär im Euroraum verkaufen, bleibt der Margendruck bestehen.
Der markanteste Makro-Fakt der Woche bleibt das Zinsbild: Die 10-jährige Bundesobligation rentiert mit 0.378 Prozent — das klingt niedrig, aber der Anstieg von knapp 16 Prozent innert drei Monaten ist für Schweizer Verhältnisse bedeutend. Real bedeutet das: Finanzierungskosten für Immobilien und langfristige Investitionen steigen. Wer Hypothekarverlängerungen plant, steht unter Druck; wer langfristige Investitionen fremdfinanziert, zahlt mehr. Die Kapitalerhöhung der Pfandbriefzentrale passt exakt in dieses Bild.
Fusionen & Übernahmen
45 Fusionen in einer Woche — das ist deutlich über dem historischen Durchschnitt von 3.8 für den Kanton Zürich allein (2.9σ). National betrachtet ist das Volumen aussergewöhnlich. Dahinter stecken sehr unterschiedliche Muster:
Nestlé-Gruppe (Waadt): Servicekonsolidierung
Die bedeutendste Einzeltransaktion: Nespresso IS Services SA wird in die Nestlé Operational Services Worldwide SA absorbiert. Hinter diesen etwas technischen Firmennamen verbirgt sich eine klassische Konzerninterne Verschlankung — IT- und Operational-Services-Gesellschaften werden zusammengeführt, vermutlich zur Reduktion von Verwaltungskosten und Vereinfachung der Konzernstruktur. Das ist keine strategische Richtungsänderung, aber ein Signal, dass selbst Konzerne dieser Grösse ihre Strukturen laufend bereinigen.
Debrunner-Gruppe (St. Gallen): Industrielle Konsolidierung
Debrunner Acifer Bewehrungen AG und Debrunner Bewetec AG fusionieren — beide Teil der Debrunner-Koenig-Gruppe, einem der grössten Schweizer Stahlhandels- und Baudienstleistungsunternehmen. Gleichzeitig fusionieren in St. Gallen auch ETU Elektro Kuster GmbH und wwk bau GmbH. Das Bauzulieferer-Umfeld konsolidiert sich in einer Phase, in der steigende Zinsen den Bausektor unter Druck setzen — wer jetzt fusioniert, sichert Skaleneffekte für ein schwierigeres Marktumfeld.
Koch IT AG + Koch Wärme AG (Zürich): Energie-Infrastruktur-Querung
Hier liegt eine inhaltlich spannende Fusion vor: Koch IT AG und Koch Wärme AG fusionieren. Wärme plus IT — das klingt nach einem Unternehmen, das sich im Bereich Building Technology oder Smart Energy positioniert. Wärmemanagement und Digitalisierung wachsen im Rahmen der Energiewende zusammen; Gebäudeautomation, Fernwärmemanagement und IoT-Lösungen sind typische Anwendungsfelder. Eine Fusion in diesem Bereich deutet auf strategische Integration hin, nicht auf Kostensenkung.
Aukera Therapeutics (Basel-Stadt): Biotechstrukturierung
Aukera Therapeutics AG und Aukera Therapeutics GmbH — vermutlich eine Umwandlung der GmbH in eine AG im Zuge einer Wachstumsfinanzierungsrunde, formell als Fusion abgebildet. Das Basler Biotech-Ökosystem bleibt aktiv.
Peikert + RB RealEstate (Zug): Immobilienkonsolidierung
Gleich drei Transaktionen im Zuger Immobiliensegment: Peikert Immobilien Projekte AG + Peikert Projekte AG, dazu RB RealEstate AG mit einer weiteren Fusion. Der Zuger Immobilienmarkt konsolidiert — in einem Zinsumfeld, das Entwickler unter Rendite- und Refinanzierungsdruck setzt, ist das kein Zufall.
FABtec AG + Mythen-Plastic AG (Schwyz): Kunststoffverarbeitung
Eine klassische Branchenfusion: zwei Schwyzer Unternehmen aus dem Bereich Fertigung und Kunststoffverarbeitung schliessen sich zusammen. Kleinere Industriebetriebe reagieren auf Kostendruck und Fachkräftemangel mit Zusammenschlüssen — ein Muster, das sich schweizweit zunehmend zeigt.
Zwei Restaurants in Aargau: Pizzeria da Luigi Wettingen und Ristorante-Pizzeria Portofino fusionieren. Das ist selten — Gastronomie fusioniert normalerweise nicht, sie liquidiert. Hier könnte eine Holdingstruktur hinter beiden Betrieben stehen, die administrativ konsolidiert.
Auffälligkeiten
Zürich: Ausreisser in sieben von neun Kategorien
Kein anderer Kanton erreicht diese Breite statistischer Abweichungen in einer einzigen Woche. Zürich liegt bei Neugründungen (+3.8σ), Liquidationen (+3.3σ), Zweckänderungen (+3.3σ), Zweigniederlassungen (+3.1σ), Organänderungen (+2.9σ), Fusionen (+2.9σ) und Kapitaländerungen (+2.5σ) jeweils weit über dem Durchschnitt. Das ist kein Messfehler — es ist der Fingerabdruck eines hochliquiden, hochaktiven Unternehmensökosystems in einer Phase beschleunigten Wandels. Die simultane Erhöhung bei Gründungen und Liquidationen zeigt: der Zürcher Markt rotiert, aber er wächst nicht.
Zug: Das ZG-Paradox
Zug zeigt in KW 18 ein ungewöhnliches Muster: höchste Kapitalaktivität (36 Kapitaländerungen, 2.8σ), höchste Organänderungsrate (131 Boardwechsel, 3.0σ), aber negativer Vitalitätsindex (0.77). Das bedeutet: bestehende Unternehmen werden intensiv umstrukturiert und rekapitalisiert, aber neue Unternehmen kommen weniger als bestehende verschwinden. Zug wird gerade von innen umgebaut — das klassische Bild eines Offshore-Finanzstandorts, der auf äusseren Druck (internationale Steuerharmonisierung, OECD Pillar Two) mit interner Konsolidierung reagiert.
Basel-Landschaft: Positiver Ausreisser im Verborgenen
BL fällt in den kantonalen Anomalie-Statistiken nicht auf — die absoluten Zahlen sind zu klein dafür. Aber der Vitalitätsindex (1.57), kombiniert mit dem zweithöchsten KOF-Aufwärtstrend (+1.60%) und dem höchsten absoluten Arbeitsnachfrage-Indexwert (221.3), machen BL zum stillen Gewinner dieser Woche. Wer Standortentscheide im Dreieck Basel-Zürich-Solothurn trifft, sollte diesen Kanton auf den Radar nehmen.
Wallis und Waadt unter Druck
VS (Vitalitätsindex 0.61) und VD (0.70) zeigen beide Nettorückgang. Wallis hat traditionell eine starke Tourismuswirtschaft, die aber saisonalen Schwankungen unterliegt — ein negativer Vitalitätsindex Anfang Mai könnte ein saisonales Muster sein, wenn Saisonbetriebe liquidiert und weniger Gründungen stattfinden. Waadt überrascht stärker: Trotz der Nestlé-Konsolidierungsaktivität überwiegen Marktaustritte. Die Lausanner Startup-Szene rund um EPFL kann offenbar nicht alle Lücken füllen, die der reife Korporatsektor hinterlässt.
Ausblick
Für Entscheider in den kommenden Wochen: Die Kombination aus weiter steigenden Langfristzinsen, negativen Vitalitätsindizes in Zug, Waadt und Wallis sowie dem erhöhten Restrukturierungsvolumen bei gleichzeitiger Konsolidierungswelle deutet darauf hin, dass sich das Marktumfeld für kapitalintensive Branchen verschärft. Gleichzeitig signalisiert die anhaltende Frühphasenfinanzierung in Zürich und Basel, dass selektives Wachstumskapital weiterhin fliesst — wer mit einem skalierbaren Modell in Medtech, Fintech oder Umwelttechnologie aufgestellt ist, findet weiterhin Gehör bei Investoren.
Swiss Market Pulse KW 18/2026 — generiert am 04.05.2026
Datenquellen: SHAB/SOGC via Zefix API (Handelsregister), KOF ETH Job-Tracker, SNB (Zinsen, Devisen). Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.
Aptis — Compound Intelligence für Schweizer KMU
Datenanhang
Automatisch generiert aus 2’935 SOGC-Einträgen 2’650 Unternehmen betroffen
Wochenübersicht
| Kategorie | Anzahl |
|---|---|
| Liquidationen/Löschungen | 903 |
| Neugründungen | 827 |
| Organänderungen (substanziell) | 708 |
| Zweckänderungen | 285 |
| Kapitaländerungen | 134 |
| Fusionen | 45 |
| Neue Zweigniederlassungen | 33 |
Auffälligkeiten
- Zürich: 157 Neugründungen (Durchschnitt: 33.1, 3.8σ über Mittelwert)
- Zürich: 157 Liquidationen/Löschungen (Durchschnitt: 36.1, 3.3σ über Mittelwert)
- Zürich: 49 Zweckänderungen (Durchschnitt: 11.9, 3.3σ über Mittelwert)
- Zürich: 8 Neue Zweigniederlassungen (Durchschnitt: 2.4, 3.1σ über Mittelwert)
- Zug: 131 Organänderungen (substanziell) (Durchschnitt: 29.5, 3σ über Mittelwert)
- Zürich: 128 Organänderungen (substanziell) (Durchschnitt: 29.5, 2.9σ über Mittelwert)
- Zürich: 14 Fusionen (Durchschnitt: 3.8, 2.9σ über Mittelwert)
- Zug: 36 Kapitaländerungen (Durchschnitt: 7.4, 2.8σ über Mittelwert)
- Zürich: 33 Kapitaländerungen (Durchschnitt: 7.4, 2.5σ über Mittelwert)
Kapitalbewegungen
Grösste Kapitalerhöhungen
| Unternehmen | Kanton | Neues Kapital |
|---|---|---|
| Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken AG | Zürich | CHF 2825.0M |
| SIC invent AG | Basel-Stadt | CHF 14.5M |
| SGS SA | Zug | CHF 8.0M |
| CelsiusPro AG | Zürich | CHF 1.9M |
| Cytosurge AG | Zürich | CHF 1.7M |
| Findependent AG | Aargau | CHF 1.2M |
| Pneumatit AG | Basel-Landschaft | CHF 1.1M |
| Weinbauzentrum Wädenswil AG | Zürich | CHF 981’000 |
| RhyGaze AG | Basel-Stadt | CHF 975’393 |
| NEMIS TECHNOLOGIES AG | Zürich | CHF 813’299 |
Kapitalherabsetzungen
| Unternehmen | Kanton | Neues Kapital |
|---|---|---|
| Swiss Education Group Holding AG | Zug | CHF 49.9M |
| Hexagon Group AG | Zug | CHF 3.9M |
| Bründler Textilreinigung und Wäscherei Luzern AG | Luzern | CHF 100’000 |
| Emme-Jona Immobilien AG | St. Gallen | CHF 100’000 |
| Rosenburg AG | Thurgau | CHF 100’000 |
Neugründungen (827 diese Woche)
Top-Kantone nach Neugründungen:
- Zürich (ZH): 157 ████████████████
- Vaud (VD): 65 ███████
- Bern (BE): 65 ███████
- Genève (GE): 58 ██████
- Zug (ZG): 55 ██████
- Aargau (AG): 50 █████
- St. Gallen (SG): 46 █████
- Valais (VS): 40 ████
- Luzern (LU): 38 ████
- Fribourg (FR): 37 ████
Marktaustritte (903 diese Woche)
Top-Kantone nach Liquidationen/Löschungen:
- Zürich (ZH): 157 ████████████████
- Vaud (VD): 93 ██████████
- Bern (BE): 72 ████████
- Zug (ZG): 71 ████████
- Genève (GE): 67 ███████
- Valais (VS): 66 ███████
- Aargau (AG): 60 ██████
- St. Gallen (SG): 58 ██████
- Ticino (TI): 49 █████
- Luzern (LU): 42 █████
Fusionen (45 diese Woche)
- Pizzeria da Luigi Wettingen GmbH (Aargau)
- Ristorante-Pizzeria Portofino GmbH (Aargau)
- ELA Holding AG (Bern)
- Reber Immobilien AG (Bern)
- Aukera Therapeutics AG (Basel-Stadt)
- Aukera Therapeutics GmbH (Basel-Stadt)
- Cortex Digital SA (Fribourg)
- CAPEL STREET HOLDING SA (Neuchâtel)
- Café du Cerf Sàrl (Neuchâtel)
- Debrunner Acifer Bewehrungen AG (St. Gallen)
- Debrunner Bewetec AG (St. Gallen)
- ETU Elektro Kuster GmbH (St. Gallen)
- wwk bau GmbH (St. Gallen)
- Durolaminat Holding AG (Solothurn)
- WEBUINVEST AG (Solothurn)
- FABtec AG (Schwyz)
- Mythen-Plastic AG (Schwyz)
- JMS Group AG (Thurgau)
- OMA AG (Thurgau)
- ALY Isolation Rénovation Sàrl (Vaud)
- EPONA, Société d’assurance générale des animaux SA (Vaud)
- Nespresso IS Services SA (Vaud)
- Nestlé Operational Services Worldwide SA (Vaud)
- VAUDOISE GENERALE, Compagnie d’Assurances SA (Vaud)
- NS Holding Group GmbH (Zug)
- NS Personal AG (Zug)
- Peikert Immobilien Projekte AG (Zug)
- Peikert Projekte AG (Zug)
- RB RealEstate AG (Zug)
- Winther Medical AG (Zug)
- speedup services AG (Zug)
- A.H. Meyer & Cie AG (Zürich)
- Adnovum AG (Zürich)
- Autag Automobil AG (Zürich)
- Bürke AG (Zürich)
- Cubotoo AG (Zürich)
- HGC Handel AG (Zürich)
- JPK+Co. GmbH (Zürich)
- Koch IT AG (Zürich)
- Koch Wärme AG (Zürich)
- Minerol Energie AG (Zürich)
- SENECTOVIA Medizinaltechnik AG (Zürich)
- StudioBoA GmbH (Zürich)
- Synaro AG (Zürich)
- boa architektur GmbH (Zürich)
Regionale Übersicht
| Kanton | Total | Neugründungen | Liquidationen | Kapital |
|---|---|---|---|---|
| Zürich (ZH) | 546 | 157 | 157 | 33 |
| Zug (ZG) | 331 | 55 | 71 | 36 |
| Vaud (VD) | 244 | 65 | 93 | 3 |
| Bern (BE) | 216 | 65 | 72 | 4 |
| Genève (GE) | 212 | 58 | 67 | 5 |
| Aargau (AG) | 165 | 50 | 60 | 1 |
| St. Gallen (SG) | 159 | 46 | 58 | 3 |
| Luzern (LU) | 148 | 38 | 42 | 16 |
| Valais (VS) | 143 | 40 | 66 | 3 |
| Ticino (TI) | 108 | 35 | 49 | 5 |
| Basel-Landschaft (BL) | 89 | 33 | 21 | 2 |
| Fribourg (FR) | 88 | 37 | 14 | 1 |
| Schwyz (SZ) | 84 | 27 | 16 | 8 |
| Basel-Stadt (BS) | 72 | 23 | 13 | 2 |
| Solothurn (SO) | 65 | 14 | 21 | 2 |
Vitalitätsindex
Verhältnis Neugründungen zu Liquidationen pro Kanton (>1.0 = Nettozuwachs):
- ↑ Uri: 4.00 (4 Neugründungen / 1 Liquidationen)
- ↑ Fribourg: 2.64 (37 Neugründungen / 14 Liquidationen)
- ↑ Basel-Stadt: 1.77 (23 Neugründungen / 13 Liquidationen)
- ↑ Schwyz: 1.69 (27 Neugründungen / 16 Liquidationen)
- ↑ Schaffhausen: 1.67 (10 Neugründungen / 6 Liquidationen)
- ↑ Basel-Landschaft: 1.57 (33 Neugründungen / 21 Liquidationen)
- ↑ Jura: 1.40 (7 Neugründungen / 5 Liquidationen)
- ↑ Glarus: 1.33 (4 Neugründungen / 3 Liquidationen)
- ↑ Graubünden: 1.07 (15 Neugründungen / 14 Liquidationen)
- ↑ Thurgau: 1.06 (18 Neugründungen / 17 Liquidationen)
Makro-Kontext
| Kennzahl | Wert | Zeitpunkt | Trend |
|---|---|---|---|
| KOF Job-Tracker (nationaler Median) | 135.9866 Index | 2026-04-01 | -0.18% (vs. Vormonat) |
| 10-jährige Bundesobligation | 0.378 % | 2025-07-01 | +15.95% (vs. vor 3 Monaten) |
| USD/CHF | 0.7868 CHF | 2026-03-01 | +1.82% (vs. Vormonat) |
| EUR/CHF | 0.9091 CHF | 2026-03-01 | -0.54% (vs. Vormonat) |
Arbeitsnachfrage (KOF Job-Tracker) — stärkster Aufwärtstrend:
- Schaffhausen: 124.3 (+7.85% vs. Vormonat)
- Bern: 147.9 (+2.37% vs. Vormonat)
- Basel-Landschaft: 221.3 (+1.60% vs. Vormonat)
- Solothurn: 220.5 (+0.69% vs. Vormonat)
- Basel-Stadt: 136.0 (+0.20% vs. Vormonat)
Arbeitsnachfrage — schwächster Trend:
- Obwalden: 121.5 (-3.69% vs. Vormonat)
- Appenzell I.Rh.: 124.5 (-3.47% vs. Vormonat)
- Luzern: 184.1 (-2.41% vs. Vormonat)
- Genève: 184.2 (-1.71% vs. Vormonat)
- Glarus: 142.6 (-1.45% vs. Vormonat)
Swiss Market Pulse — generiert am 04.05.2026 von Aptis
Datenquellen: SHAB/SOGC via Zefix API (Handelsregister), SHAB SchKG (Konkurse/Betreibung), KOF ETH (Job-Tracker), SNB (Zinsen, Devisen). Alle Angaben ohne Gewähr.