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KW 16/2026 · 13. – 19. April 2026

KW 16/2026

Datenbasierte Marktanalyse von Aptis — 1’332 SOGC-Einträge, 1’216 Unternehmen

Swiss Market Pulse — KW 16/2026 (13.04.2026 – 19.04.2026)

Datenbasierte Marktanalyse von Aptis — 1’332 SOGC-Einträge, 1’216 Unternehmen

Swiss Market Pulse — KW 16/2026

13. April bis 19. April 2026

1’332 SOGC-Einträge · 1’216 betroffene Unternehmen


Woche auf einen Blick

Zürich erlebt eine seltene Gleichzeitigkeit: Die Stadt verzeichnet statistisch extreme Ausschläge in praktisch jeder Handelsregister-Kategorie — von Neugründungen (+4.1σ) über Zweckänderungen (+3.8σ) bis hin zu Liquidationen (+2.7σ). Das deutet weniger auf einen einfachen Boom als auf eine tiefgreifende Restrukturierungswelle hin: Alte Gefässe werden aufgelöst, neue entstehen, und gleichzeitig werden bestehende Unternehmen umgebaut. Passend dazu dominiert Zürich auch die Fusionsstatistik mit 7 von 18 nationalen Zusammenschlüssen. Das zweite prägnante Signal dieser Woche kommt von Genf: Dort treffen 18 Konkurseröffnungen und 36 vorläufige Konkursanzeigen auf einen rückläufigen KOF-Job-Tracker — ein konsistentes Distress-Bild, das sich über Handelsregister- und Insolvenzstatistiken zieht und sich durch sinkende Arbeitsnachfrage bestätigt.


Kapitalflüsse

Das grösste Einzelsignal der Woche kommt aus Nidwalden: Die Purposebuilt Real Estate Switzerland AG erhöht ihr Kapital um CHF 16 Millionen — ein für Schweizer Verhältnisse sehr substanzieller Betrag im Immobiliensektor. Der Name deutet auf eine auf zweckgebundene Immobilien spezialisierte Gesellschaft hin, also etwa Gewerbe-, Logistik- oder Sozialimmobilien. Dass diese Kapitalerhöhung in Nidwalden und nicht in Zürich oder Genf gebucht wird, spricht für eine Holding-Struktur mit bewusster Standortwahl.

Auf Platz zwei folgt CorFlow Therapeutics AG in Zug mit CHF 7.8 Millionen — ein medizintechnisches Unternehmen mit Fokus auf koronare Durchblutungstherapie. Diese Runde entspricht dem typischen Profil einer Pre-Launch- oder Phase-III-Finanzierung. Zug bleibt das bevorzugte Domizil für Life-Science-Gesellschaften mit internationalem Investorenbasis.

Ebenfalls in Zug erhöht terralayr AG ihr Kapital um rund CHF 428’000. Der Name lässt auf einen Akteur im Bereich Erdwärme oder Bodenressourcen schliessen — ein Segment, das angesichts der Schweizer Energie- und Klimaagenda weiter an Fahrt gewinnt.

Die Zürcher Alpadis Group Holding AG, eine internationale Wealth-Management-Gruppe, gibt eine Kapitalerhöhung von CHF 1.56 Millionen bekannt. Das Unternehmen betreibt Family-Office-Dienstleistungen in mehreren Jurisdiktionen. Die Erhöhung ist im Vergleich zur Unternehmensgrösse moderat und deutet auf eine gezielte Stärkung der Eigenkapitalbasis, möglicherweise im Vorfeld neuer regulatorischer Anforderungen oder einer Standortexpansion.

Ebenfalls bemerkenswert: Polariton Technologies AG in Zürich mit CHF 197’621. Das Unternehmen forscht an Polariton-Lasern — ein Bereich der Quantenphotonik, der in frühen kommerziellen Phasen typischerweise auf kleinteilige, zinsgünstige Eigenkapitalrunden angewiesen ist. Die Grösse der Erhöhung passt zu einer Seed-Extension oder einem Brückenkapital.

Auf der Gegenseite steht die Weseta Kraftwerke AG in Glarus mit einer Kapitalherabsetzung von CHF 4.3 Millionen. Für ein Kraftwerksunternehmen in einem Kleinkanton ist das ein nennenswerter Schritt. Solche Herabsetzungen können auf Verlustabdeckung, Restrukturierung oder schlicht auf die Rückgabe überschüssiger Mittel an Eigentümer hinweisen. Ohne weitere Einblicke in die Bilanz bleibt die Interpretation offen, aber im Kontext der angespannten Lage kleiner Wasserkraftproduzenten in der Schweiz ist dies ein Signal, das Beobachtung verdient.

Pronouvo AG (St. Gallen, -CHF 200’000) und Occident Group AG (Zug, -CHF 100’000) sind zahlenmässig weniger auffällig, aber die Häufung von Herabsetzungen in einer Woche bleibt im Blick zu behalten.


Gründungsklima

Mit 464 Neugründungen und 364 Liquidationen ergibt sich national ein Vitalitätsindex von 1.28 — jede Woche entstehen also rund 28 Prozent mehr Unternehmen, als den Markt verlassen. Das ist solide, aber nicht aussergewöhnlich.

Der Blick auf die Kantone zeigt klare regionale Muster.

Graubünden führt den Vitalitätsindex an: 17 Neugründungen stehen bloss 3 Liquidationen gegenüber — ein Verhältnis von 5.67. Das ist für einen Kanton dieser Grösse aussergewöhnlich positiv. Fribourg folgt mit 3.60 und bleibt damit ein zunehmend attraktiver Unternehmensstandort, begünstigt durch günstige Bodenpreise, Zweisprachigkeit und Nähe zu Bern. Luzern erreicht exakt 3.00, was im Kontext des rückläufigen KOF-Job-Trackers (-2.41%) eine interessante Divergenz darstellt: Es wird gegründet, aber die Arbeitsnachfrage sinkt — ein möglicher Hinweis auf Solo-Selbstständige und Kleinstgründungen ohne grosse Stellenpläne.

Zürich erreicht einen Vitalitätsindex von 2.06, was bei absoluten Zahlen von 105 Neugründungen und 51 Liquidationen einem hohen Umsatz entspricht. Der Wirtschaftsstandort pulsiert — nicht durch einseitiges Wachstum, sondern durch schnellen Austausch.

Genf und Waadt stechen als einzige grosse Kantone mit Vitalitätsindizes nahe 1.0 heraus. In Genf kommen auf 22 Gründungen 39 Liquidationen — ein Nettorückgang. In Waadt ist das Verhältnis mit 43:41 knapp positiv. Kombiniert man dies mit den Insolvenz- und KOF-Daten, entsteht für die Westschweiz ein eher vorsichtiges Bild.

Solothurn verzeichnet mit 9 Gründungen und 23 Liquidationen einen deutlichen Nettorückgang. Das ist auffällig für einen Kanton, der laut KOF gleichzeitig steigende Arbeitsnachfrage meldet — möglicherweise profitieren dort vor allem etablierte, grössere Betriebe, während Kleinststrukturen konsolidiert werden.


Insolvenzsignale

Die Woche bringt 54 neue Unternehmens-Konkurseröffnungen — ein erhöhter, aber nicht extremer Wert für die Schweiz. Deutlicher ist die Vorlaufstatistik: 119 vorläufige Konkursanzeigen betreffen Unternehmen (von insgesamt 264 über alle Subjekte), und 146 Unternehmen sind von Einstellungen mangels Aktiven betroffen. Insgesamt stehen damit 319 Unternehmen in verschiedenen Phasen des Insolvenzverfahrens — eine Zahl, die auf strukturelle Belastungen hinweist.

Branchenprofil der Neueröffnungen: Ohne vollständige Kategorisierung lassen sich aus den Firmennamen der bekannten Fälle klare Cluster ablesen.

Das Bau- und Hausgewerbe ist überproportional vertreten: Fix Bautechnik GmbH (BE), B-BAU & Consulting AG (BE), Helvetia Haustechnik GmbH (BL) und Schreinerei Caruso GmbH (BL) repräsentieren einen Bereich, der seit Ende des Zinstiefs und dem Einbruch der Bautätigkeit unter Druck steht. Ebenfalls in Basel-Landschaft trifft es HUEPA GmbH — die Abkürzung lässt auf Hauswartung oder Hausverwaltung schliessen, was in die selbe Branchenlogik passt.

Das Gastronomie-Segment zeigt sich ebenfalls belastet: Restaurant DITA GmbH (AG) und ICELAND GASTRO GmbH (AG) im Kanton Aargau — beide Konkurseröffnungen in derselben Woche, beim selben Konkursamt. Dass zwei Gastrobetriebe aus dem Aargau gleichzeitig erscheinen, könnte auf eine gemeinsame Zuliefererstruktur oder eine regionale Liquiditätswelle hindeuten.

Im Elektrofachhandel trifft es gleich zwei Basler Unternehmen: E. Meyer Elektrofachgeschäft GmbH und Elektro Kreis GmbH. Dieser Sektor steht seit Jahren unter Druck durch Online-Konkurrenz; dass beide in derselben Woche erscheinen, ist ein Zufall der Verfahrensbearbeitung, aber das Grundmuster ist symptomatisch.

Bucher Biotec AG (BS) ist der einzige Biotech-Name in der Öffnungsliste — ein Sektor, der im Vergleich zur Finanzierungsschwäche der letzten Jahre überraschend resilient geblieben ist. Dieser Fall sollte verfolgt werden.

Kantonal führt Zürich mit 71 betroffenen Unternehmen (25 Eröffnungen, 44 vorläufige Anzeigen, 56 Einstellungen mangels Aktiven). Absolut dominiert ZH aufgrund seiner Grösse, aber auch relational ist das ein hoher Wert. Bemerkenswert: Die 56 Einstellungen mangels Aktiven bedeuten, dass mehr als jedes zweite eröffnete Verfahren mangels verwertbarer Masse sofort eingestellt wird — ein Hinweis auf viele Kleinstgesellschaften ohne Substanz.

Genf präsentiert ein besonderes Muster: 18 Eröffnungen und 36 vorläufige Anzeigen, aber null Einstellungen mangels Aktiven. Das Kantonsverfahren in Genf ist systematisch anders — vorläufige Anzeigen werden dort häufiger als separater Schritt publiziert, und die Verfahren scheinen formal weitergeführt zu werden statt sofort eingestellt. Das macht Genfs Insolvenzstatistik weniger vergleichbar mit anderen Kantonen.

Zug verdient besondere Erwähnung: 42 Unternehmen mit Insolvenzsignalen bei nur 12 Liquidationen im Handelsregister. Das ist eine Spannung — Zug gilt als Hochsteueroptimierungsstandort für gesunde Strukturen, aber auch als Domizil für Vehikel, die rasch gegründet und rasch insolvent werden. Die 9 Kapitaländerungen (2.8σ) in ZG passen ins Bild einer regen aber nicht immer soliden Unternehmenslandschaft.

Thurgau fällt auf: 25 Unternehmen mit Insolvenzsignalen, davon allein 25 Einstellungen mangels Aktiven. Das Verhältnis von Eröffnungen (4) zu Einstellungen (25) zeigt, dass dort hauptsächlich ältere, bereits eröffnete Verfahren abgearbeitet werden. Kein akuter Schub, aber eine höhere Altlast.


Makro-Kontext

Der nationale KOF-Job-Tracker liegt bei 136.0 und zeigt einen leichten Rückgang von -0.18% gegenüber dem Vormonat. Das ist marginal und statistisch kaum relevant — aber die kantonale Verteilung ist es.

Schaffhausen sticht mit einem Anstieg von +7.85% deutlich aus der Masse heraus. Das ist die höchste monatliche Beschleunigung aller Kantone in dieser Periode. Bei einem absoluten Indexwert von 124.3 — unterhalb des nationalen Medians — deutet dies auf einen Nachholeffekt hin. Mögliche Treiber: neue Produktionsaufträge in der Metallverarbeitung (für die SH industriell bekannt ist) oder eine saisonale Belebung. Dieses Signal verdient Beobachtung im nächsten Monat.

Der Bern-Basel-Solothurn-Korridor zeigt konsistent positive Trends: BE (+2.37%), BL (+1.60%), SO (+0.69%), BS (+0.20%). Dass gleich vier angrenzende Kantone gleichzeitig positive Arbeitsnachfragebewegungen zeigen, ist kein Zufall — es deutet auf einen regionalen Wachstumscluster hin, möglicherweise getrieben durch Pharma und Medtech (Novartis, Roche, diverse Zulieferer im Dreieck).

Interessant ist, dass BL trotz positivem KOF-Trend 19 Liquidationen und 14 Unternehmen in Insolvenzverfahren aufweist. Grosse Arbeitgeber ziehen nach, während Kleinstunternehmen ausscheiden — ein Konsolidierungseffekt, der in wirtschaftlich wachsenden Regionen nicht selten ist.

Luzern (-2.41% KOF) und Genf (-1.71%) zeigen die markantesten negativen Trends. Genf ist dabei konsistenter: Sinkende Arbeitsnachfrage, hohe Insolvenzzahlen, niedriger Vitalitätsindex — alle Signale zeigen in dieselbe Richtung. Luzern ist weniger eindeutig: der Vitalitätsindex ist positiv, die Konkurszahlen sind moderat, aber die Arbeitsnachfrage sinkt. Das könnte ein Lag-Effekt sein oder auf eine strukturelle Verlangsamung im Dienstleistungssektor hindeuten.

Währungen: Der Franken hat gegenüber dem Euro leicht aufgewertet (EUR/CHF -0.54% auf 0.909). Das macht Schweizer Exporte minimal teurer, ist aber im Rahmen der üblichen Schwankung. Gegenüber dem Dollar hat der CHF leicht nachgegeben (USD/CHF +1.82% auf 0.787) — für exportorientierte KMU mit USD-Einnahmen ein geringfügig positives Signal.


Fusionen & Übernahmen

18 Fusionen in einer Woche ist ein erhöhter Wert. Zürich dominiert mit 7 Fällen, davon mehrere mit erkennbaren Mustern.

Schwerindustrie/Fertigungspräzision im Mittelland: Im Aargau fusionieren BK Metallform AG und Sombo AG — zwei Akteure, die namentlich auf Metallverarbeitung und möglicherweise Kunstoffformgebung hindeuten. In Bern treffen Hohl Werkzeugbau AG und Trimech AG aufeinander. Werkzeugbau ist ein Sektor unter kontinuierlichem Konsolidierungsdruck — zu klein für globale Skalierung, zu spezialisiert für einfache Automatisierung. Diese Zusammenschlüsse folgen einer Logik, die in den letzten Jahren verstärkt zu beobachten ist: zwei regional verwurzelte Mittelständler bündeln Kapazitäten, um Nachfolgeprobleme zu lösen und Investitionen in Digitalisierung gemeinsam zu tragen.

Versicherungsbroker in Genf: Artssurance SA und BROKER LINE SA legen ihre Strukturen zusammen. Artssurance ist im Art-Versicherungsbereich tätig — eine hochspezialisierte Nische im Genfer Finanz-Ökosystem. Eine Fusion mit einem breiteren Broker-Unternehmen deutet auf Aufnahme in ein grösseres Netzwerk hin.

Seniorenpflege und Gesundheit: TERTIANUM AG — einer der grössten Schweizer Anbieter von Alterswohnungen und Pflegeleistungen — erscheint als fusionierende Partei. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich steht bekannterweise in einer Periode strategischer Neuausrichtung. Eine registrierte Fusion kann auf eine gesellschaftsrechtliche Konsolidierung von Tochtergesellschaften oder auf eine strategische Transaktion hindeuten.

Reliva-Konstrukt: Gleich zwei Einträge — Reliva AG und Reliva Holding AG — fusionieren, beide in Zürich. Das ist klassisch: Holding und operative Gesellschaft werden zu einer rechtlichen Einheit zusammengeführt, häufig als Vorbereitung für einen Verkauf oder eine Refinanzierung.

WE.FIT Sports GmbH (ZH): Eine Fusion im Fitnesssektor fällt auf — ein Markt, der sich nach dem pandemischen Einbruch weiter konsolidiert. Grosse Ketten haben kleinere Betriebe übernommen; dieser Eintrag deutet auf eine Aufnahme in eine grössere Struktur hin.

Zentrum Schönberg AG (BE) und WPZ Spisertor AG (SG) sind namentlich auf Immobilien oder Gewerbeliegenschaften ausgerichtet — Zweckgesellschaften, die im Zuge von Portfoliobereinigungen aufgelöst und absorbiert werden.


Auffälligkeiten

Zürich ist die statistische Anomalie dieser Woche — und zwar ausnahmslos über alle Kategorien. Ein Kanton, der gleichzeitig in Neugründungen (+4.1σ), Zweckänderungen (+3.8σ), Organänderungen (+3.8σ), Liquidationen (+2.7σ), Kapitaländerungen (+2.4σ) und Fusionen (+2.1σ) über dem Erwartungswert liegt, erlebt keinen einfachen Boom oder Crash. Es ist eine gleichzeitige Beschleunigung in beide Richtungen — ein Zeichen für strukturellen Umbau, nicht für einseitigen Aufschwung.

Für KMU-Entscheider bedeutet das: Der Zürcher Markt ist derzeit besonders dynamisch — sowohl als Quelle neuer Mitbewerber wie als Lieferant von Opportunitäten durch freiwerdende Kapazitäten.

Zug und Kapitaländerungen (+2.8σ): Neun Kapitaländerungen in Zug — mehr als dreimal der Durchschnitt — spiegeln die Funktion des Kantons als Drehscheibe für internationale Holdingstrukturen. Kapitalanpassungen in Zug haben häufig Transaktionshintergrund: Vorbereitung für Akquisitionen, Rückführung von Auslandmitteln oder Restrukturierung vor Verkauf.

Genf: Auffällige Insolvenzstruktur. 18 Eröffnungen und 36 vorläufige Anzeigen, aber null Einstellungen mangels Aktiven — das ist statistisch ungewöhnlich und verfahrenstechnisch erklärbar (GE publiziert Einstellungen als separaten, später erscheinenden Schritt). Dennoch bleibt die Dichte der Vorlaufzeichen hoch: Mehr als jedes zweite Insolvenzverfahren in GE war diese Woche eine vorläufige Anzeige. Das ist ein Frühwarnindikator, nicht ein Moment-Bild.


Ausblick

Die Kombination aus Zürcher Restrukturierungswelle, erhöhten Vorlaufinsolvenzen in Genf und dem abnehmenden nationalen KOF-Trend deutet darauf hin, dass die Schweizer Wirtschaft gerade einen Übergangsmoment durchläuft: Kapital wird neu alloziert, nicht reduziert. Entscheider sollten insbesondere die Entwicklung im Bau- und Elektrohandwerk im Auge behalten — beide Sektoren zeigen mehrwöchig erhöhte Konkursquoten, ohne dass die Vorläufe (Betreibungen, vorläufige Anzeigen) bislang deutlich abnehmen.


Swiss Market Pulse, KW 16/2026 — erstellt am 24. April 2026 von Aptis

Datenquellen: SHAB/SOGC via Zefix API (Handelsregister), SHAB SchKG (Konkurse/Betreibung), KOF ETH Zürich (Job-Tracker), SNB (Zinsen, Devisen). Alle Angaben ohne Gewähr.


Datenanhang

Automatisch generiert aus 1’332 SOGC-Einträgen 1’216 Unternehmen betroffen

Wochenübersicht

KategorieAnzahl
Neugründungen464
Liquidationen/Löschungen364
Organänderungen (substanziell)289
Zweckänderungen146
Kapitaländerungen45
Fusionen18
Neue Zweigniederlassungen6

Auffälligkeiten

  • Zürich: 105 Neugründungen (Durchschnitt: 19.3, 4.1σ über Mittelwert)
  • Zürich: 29 Zweckänderungen (Durchschnitt: 5.8, 3.8σ über Mittelwert)
  • Zürich: 77 Organänderungen (substanziell) (Durchschnitt: 13.1, 3.8σ über Mittelwert)
  • Zug: 9 Kapitaländerungen (Durchschnitt: 2.5, 2.8σ über Mittelwert)
  • Zürich: 51 Liquidationen/Löschungen (Durchschnitt: 14.6, 2.7σ über Mittelwert)
  • Zürich: 8 Kapitaländerungen (Durchschnitt: 2.5, 2.4σ über Mittelwert)
  • Zürich: 7 Fusionen (Durchschnitt: 3, 2.1σ über Mittelwert)
  • Zürich: 2 Neue Zweigniederlassungen (Durchschnitt: 1.2, 2σ über Mittelwert)

Kapitalbewegungen

Grösste Kapitalerhöhungen

UnternehmenKantonNeues Kapital
Purposebuilt Real Estate Switzerland AGNidwaldenCHF 16.0M
CorFlow Therapeutics AGZugCHF 7.8M
Alpadis Group Holding AGZürichCHF 1.6M
terralayr AGZugCHF 428’181
Grasag AGLuzernCHF 400’000
JAMAHOOK AGZürichCHF 301’221
icebein AGSchwyzCHF 245’100
Polariton Technologies AGZürichCHF 197’621
AESTICO AGZürichCHF 122’679
SAPSS AGBasel-LandschaftCHF 100’000

Kapitalherabsetzungen

UnternehmenKantonNeues Kapital
Weseta Kraftwerke AGGlarusCHF 4.3M
Pronouvo AGSt. GallenCHF 200’000
Occident Group AGZugCHF 100’000

Neugründungen (464 diese Woche)

Top-Kantone nach Neugründungen:

  • Zürich (ZH): 105 ███████████
  • Vaud (VD): 43 █████
  • Bern (BE): 38 ████
  • Aargau (AG): 29 ███
  • Zug (ZG): 25 ███
  • St. Gallen (SG): 25 ███
  • Genève (GE): 22 ███
  • Valais (VS): 22 ███
  • Luzern (LU): 21 ███
  • Fribourg (FR): 18 ██

Marktaustritte (364 diese Woche)

Top-Kantone nach Liquidationen/Löschungen:

  • Zürich (ZH): 51 ██████
  • Vaud (VD): 41 █████
  • Genève (GE): 39 ████
  • Aargau (AG): 27 ███
  • Bern (BE): 26 ███
  • Solothurn (SO): 23 ███
  • Ticino (TI): 20 ██
  • Basel-Landschaft (BL): 19 ██
  • St. Gallen (SG): 18 ██
  • Basel-Stadt (BS): 18 ██

Fusionen (18 diese Woche)

  • BK Metallform AG (Aargau)
  • Sombo AG (Aargau)
  • Hohl Werkzeugbau AG (Bern)
  • Trimech AG (Bern)
  • Zentrum Schönberg AG (Bern)
  • Artssurance SA (Genève)
  • BROKER LINE SA (Genève)
  • WPZ Spisertor AG (St. Gallen)
  • Equilis SA (Vaud)
  • MBEpicure Sàrl (Vaud)
  • Sancha Consulting SA (Vaud)
  • Biorec AG (Zürich)
  • IPG Information Process Group AG (Zürich)
  • Reliva AG (Zürich)
  • Reliva Holding AG (Zürich)
  • TERTIANUM AG (Zürich)
  • Thommen AG Regensdorf (Zürich)
  • WE.FIT Sports GmbH (Zürich)

Regionale Übersicht

KantonTotalNeugründungenLiquidationenKapital
Zürich (ZH)279105518
Vaud (VD)12343413
Bern (BE)10138260
Genève (GE)9922390
Zug (ZG)9725129
Aargau (AG)7929270
St. Gallen (SG)6825182
Valais (VS)4922112
Fribourg (FR)471854
Ticino (TI)4717202
Luzern (LU)432171
Basel-Landschaft (BL)4312191
Basel-Stadt (BS)4216180
Solothurn (SO)369230
Thurgau (TG)341192

Vitalitätsindex

Verhältnis Neugründungen zu Liquidationen pro Kanton (>1.0 = Nettozuwachs):

  • Graubünden: 5.67 (17 Neugründungen / 3 Liquidationen)
  • Fribourg: 3.60 (18 Neugründungen / 5 Liquidationen)
  • Luzern: 3.00 (21 Neugründungen / 7 Liquidationen)
  • Uri: 3.00 (3 Neugründungen / 1 Liquidationen)
  • Neuchâtel: 2.40 (12 Neugründungen / 5 Liquidationen)
  • Zug: 2.08 (25 Neugründungen / 12 Liquidationen)
  • Zürich: 2.06 (105 Neugründungen / 51 Liquidationen)
  • Valais: 2.00 (22 Neugründungen / 11 Liquidationen)
  • Bern: 1.46 (38 Neugründungen / 26 Liquidationen)
  • St. Gallen: 1.39 (25 Neugründungen / 18 Liquidationen)

Insolvenzsignale

KategorieTotaldavon Unternehmen
Schuldbetreibungen842109
Einstellungen mangels Aktiven303146
Vorläufige Konkursanzeigen264119
Kollokationspläne & Inventare22856
Konkurseröffnungen17254

54 neue Unternehmens-Konkurseröffnungen, 264 vorläufige Konkursanzeigen, 303 Einstellungen mangels Aktiven.

Konkurseröffnungen (Unternehmen)

  • Gummitec GmbH (Aargau)
  • ICELAND GASTRO GmbH (Aargau)
  • J&L Transport GmbH (Aargau)
  • Keller & Söhne AG (Aargau)
  • Objektplus GmbH (Aargau)
  • Restaurant DITA GmbH (Aargau)
  • B-BAU & Consulting AG (Bern)
  • Fix Bautechnik GmbH (Bern)
  • Krysolit Laboratory Sàrl (Bern)
  • HUEPA GmbH (Basel-Landschaft)
  • Helvetia Haustechnik GmbH (Basel-Landschaft)
  • Schreinerei Caruso GmbH (Basel-Landschaft)
  • Bucher Biotec AG (Basel-Stadt)
  • E. Meyer Elektrofachgeschäft GmbH (Basel-Stadt)
  • Elektro Kreis GmbH (Basel-Stadt)

Kantone mit den meisten Unternehmens-Insolvenzsignalen

  • Zürich (ZH): 71 Unternehmen — Eröffnungen: 25, vorläufig: 44, Einstellungen: 56
  • Zug (ZG): 42 Unternehmen — Eröffnungen: 7, vorläufig: 15, Einstellungen: 17
  • Genève (GE): 35 Unternehmen — Eröffnungen: 18, vorläufig: 36, Einstellungen: 0
  • Bern (BE): 31 Unternehmen — Eröffnungen: 16, vorläufig: 39, Einstellungen: 30
  • Thurgau (TG): 25 Unternehmen — Eröffnungen: 4, vorläufig: 2, Einstellungen: 25
  • Basel-Stadt (BS): 22 Unternehmen — Eröffnungen: 8, vorläufig: 16, Einstellungen: 13
  • Vaud (VD): 18 Unternehmen — Eröffnungen: 21, vorläufig: 0, Einstellungen: 44
  • Aargau (AG): 17 Unternehmen — Eröffnungen: 13, vorläufig: 15, Einstellungen: 12
  • Solothurn (SO): 14 Unternehmen — Eröffnungen: 7, vorläufig: 2, Einstellungen: 21
  • Basel-Landschaft (BL): 14 Unternehmen — Eröffnungen: 5, vorläufig: 18, Einstellungen: 7

Makro-Kontext

KennzahlWertZeitpunktTrend
KOF Job-Tracker (nationaler Median)135.9866 Index2026-04-01-0.18% (vs. Vormonat)
10-jährige Bundesobligation0.378 %2025-07-01+15.95% (vs. vor 3 Monaten)
USD/CHF0.7868 CHF2026-03-01+1.82% (vs. Vormonat)
EUR/CHF0.9091 CHF2026-03-01-0.54% (vs. Vormonat)

Arbeitsnachfrage (KOF Job-Tracker) — stärkster Aufwärtstrend:

  • Schaffhausen: 124.3 (+7.85% vs. Vormonat)
  • Bern: 147.9 (+2.37% vs. Vormonat)
  • Basel-Landschaft: 221.3 (+1.60% vs. Vormonat)
  • Solothurn: 220.5 (+0.69% vs. Vormonat)
  • Basel-Stadt: 136.0 (+0.20% vs. Vormonat)

Arbeitsnachfrage — schwächster Trend:

  • Obwalden: 121.5 (-3.69% vs. Vormonat)
  • Appenzell I.Rh.: 124.5 (-3.47% vs. Vormonat)
  • Luzern: 184.1 (-2.41% vs. Vormonat)
  • Genève: 184.2 (-1.71% vs. Vormonat)
  • Glarus: 142.6 (-1.45% vs. Vormonat)

Swiss Market Pulse — generiert am 24.04.2026 von Aptis

Datenquellen: SHAB/SOGC via Zefix API (Handelsregister), SHAB SchKG (Konkurse/Betreibung), KOF ETH (Job-Tracker), SNB (Zinsen, Devisen). Alle Angaben ohne Gewähr.